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Kartenansicht Forstinning |
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Die Geschichte von Forstinning |
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Die Geschichte der Gemeinde Forstinning beginnt in Sempt. Die einstmalige große Bedeutung dieser Einöde rührt nicht erst aus bajuwarischer Zeit her. Diese Auffassung bestätigen zahlreiche Bodenfunde aus der näheren Umgebung. Das in der prähistorischen Staatssammlung verwahrte keltische Bronze-Widderfigürchen aus Sempt steht vielleicht in Beziehung zu der keltischen Viereckschanze bei Aitersteinering, deren Wälle durch die Bodenbearbeitung allerdings schon weitgehend verflacht sind. Nach den neuesten Erkenntnissen dienten solche Schanzen als Kultplätze. Spuren aus vorgeschichtlicher Zeit sind auch sonst recht zahlreich. Im nahen Staatsforst treten hallstattzeitliche Grabhügel in größeren Gruppen auf. Der Rest einer römischen Villa wurde vor einigen Jahrzehnten in der Einöde Berg bei Forstinning gefunden, und in Forstinning holte ein Bagger 1958 ein bronzezeitliches Vollgriffschwert heraus, dessen Alter auf rd. 3 200 Jahre geschätzt wird. Heute steht in Sempt nur noch eine Mühle, von der einstigen Burg und von der 1803 abgebrochenen Kirche deckt das Flüßlein Sempt bei Überschwemmungen zuweilen Mauerreste auf, legt auch manchmal den ehemaligen Burggraben frei, dessen lose geschichtetes Erdreich den stürmischen Fluten nicht den gleichen Widerstand entgegengesetzt, wie der gewachsene Boden. Sempt war ja eine vom Fluß umspülte Wasserburg.
Wenngleich eigentlich Ebersberg das Erbe von Sempt übernahm, muß doch Forstinning zu dem Marktflecken Sempt in enger Verbindung gestanden haben. Die dortige, Johann dem Täufer geweihte Kirche, könnte die Taufkirche der Urpfarrei Forstinning gewesen sein. Der Fund eines bajuwarischen Reihengräberfriedhofs besagt das gleiche, was die Form des Ortsnamens erwarten läßt: Forstinning ist eine Gründung aus der Landnahmezeit. Der erste Siedler war ein "Undeo" aus einer in dieser Gegend häufig auftretenden Sippe. Aus ihr dürfte der um 1050 mit einem "Engildeo" bezeugte Ortsadel hervorgegangen sein. Die älteste Form des Ortsnamens um 804 lautet demgemäß "Undeoingas". Nach vielerlei Wandlungen über Undeingin, Undingen und Inding taucht erst im 17. Jh. gemäß der Lage am Forst die Bezeichnung Forstinning auf, zuweilen auch Pfarrinding. Die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung erhielt die jetzige Gestalt durch den Münchner Baumeister Trischberger im Jahre 1765/66. Die guten Deckenfresken aus dieser Zeit stellen Mariä Heimsuchung und die Verehrung Mariens durch Papst Silvester dar. Ein wertvolles Glasgemälde mit der Signatur "ulrich hadersberger 1497" war 1788 noch vorhanden, jedoch bei der Inventarisation der Kunstdenkmäler 1899 verschwunden. Der Hochaltar wurde von einem Meister in Markt Schwaben gefertigt. Nebenpatron der Kirche war St. Silvester, dem eine im
15. Jh. gegründete Silvesterbruderschaft mit Wallfahrt gewidmet war; er galt hier vor allem als Viehpatron.
Das älteste bekannte Schulhaus stand auf dem Anwesen Werter (Hs. Nr. 2). 1827 baute die Gemeinde das jetzige, alte Schulhaus, das 1868 und 1890 erweitert wurde. Das neue Schulhaus wurde nach dem Entwurf des Architekten Kellner 1958 errichtet und 1973/74 erweitert.
In Moos bei Forstinning hielt sich einige Zeit der Komponist Carl Maria von Weber auf. In den Jahren 1871/72 wirkte an der Forstinninger Schule der später berühmt gewordene Reformpädagoge Dr. Georg Kerschensteiner als Hilfslehrer.
Der Durchgangsverkehr bestimmte in alter und neuer Zeit die wirtschaftliche Entwicklung Forstinnings. Die Straße brachte Gutes und Schlechtes in das Dorf, in den vielen Kriegen Truppeneinquartierungen und Plünderungen, besonders während der napoleonischen Kriege und im spanischen Erbfolgekrieg. Einen riesigen Münzschatzfund von rund 3 000 alten Silbermünzen fanden spielende Kinder 1958 in der Scheune des alten Hirschanwesens in Schwaberwegen. Die letzte Prägung war aus dem Jahre 1705. Die Münzen waren zum Teil sortiert und gebündelt. Der Schatz könnte demnach aus einer Kriegskasse des spanischen Erbfolgekrieges stammen.
Auch wenn sich Forstinning nach Süden und Norden ausgeweitet hat, verleugnet es nicht seinen ursprünglichen Charakter als Straßendorf. An der alten Fernstraße München-Mühldorf gelegen, gewann der Ort Bedeutung.
Seit Inbetriebnahme der A94 ist Forstinning vom unerträglichen Verkehr der ehemaligen, mitten durch den Ort verlaufenden B12 befreit; die Lage nahe an der jetzigen A94 mit Anschlußstelle im Moos wertet Forstinning als Wirtschaftsstandort und als großstadtnahe Wohngegend auf, deren Ortsbild jedoch noch deutlich vom ursprünglichen dörflichen Charakter geprägt ist. |
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Bauhof
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Jahnstr. 8 Tel: 4 01 62
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Deutsche Post AG
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Postagentur bei Aktiv-Markt
Tel: 4 12 73
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Feuerwehr
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Notruf
Tel: 1 12
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Feuerwehr
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Feuerwehrgerätehaus
Sonnengasse 8 Tel: 4 06 84
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Forstverwaltung
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Forstdienstelle EBE
Tel: 0 80 92/22 13-0
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Kindergärten
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St. Silvester
Siegstätter Weg 14 Tel: 54 64
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Kindergärten
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Kunterbunt
Graf-Sempt-Str. 4a Tel: 4 16 22
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Kinderhort
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Kinderhaus Kunterbunt
Tel: 2 54 69 16
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Kinderhort
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Arbeiterwohlfahrt Markt Schwaben
Tel: 93 34-0
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Kirchen
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Kath. Pfarramt
Graf-Sempt-Str. 8 Tel: 4 86 96
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Polizei
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Polizeiinspektion Poing
Markomannenstr. 24 Tel: 99 17-0
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Schulen
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Grundschule
Aicher Str. 1 Tel: 4 84 30
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Wertstoffhof
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Mühldorfer Str. Tel: 4 01 62
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