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  Die Geschichte von Feldafing  
  Kurzer geschichtlicher Überblick

Die Gemeinde Feldafing mit ihren Ortschaften Feldafing, Garatshausen und Wieling (Gesamtfläche ca. 10 Quadratkilometer) liegt am Westufer des Starnberger Sees. Im Norden grenzt sie an Possenhofen und Pöcking, im Süden an Tutzing und im Westen an Traubing und Aschering. Der See bildet die natürliche Grenze im Osten. Dem Ort Feldafing vorgelagert ist die zur Gemeinde gehörende Roseninsel. Über sie schreibt G. A. Horst in seinem Wanderbuch „Der Starnberger See“ (1876), sie ruhe „einer Perle gleich“ auf der blauen Fläche des Sees. Die „Perle“ im See dürfte Pate gestanden haben, als Feldafing den Beinamen „Perle am See“ erhielt.
Die Geschichte von Feldafing beginnt wahrscheinlich auf der Roseninsel (vormals Wörth). Diese einzige Insel im Würm-/Starnberger See war bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum), also um 4000 v. Chr. oder früher, besiedelt. Entsprechende Ausgrabungsfunde werden in der Prähistorischen Staatssammlung in München aufbewahrt. Auch aus der geschichtlichen Zeit vor und nach Christus existieren Funde, die darauf schließen lassen, daß Menschen auf der Insel gelebt haben. 1986 wurde ein 13,08 m langer Einbaum entdeckt. Nach neuesten Erkenntnissen ist es der älteste Einbaum in Bayern und wurde mittlerweile auf 900 vor Christus datiert. Archäologische und bauhistorische Untersuchungen der jüngsten Zeit haben ergeben, dass auf der Insel eine hölzerne Kirche stand (ca. 800 n. Chr.), die 1150 zur Steinkirche ausgebaut wurde.
Der Ortsname Feldafing ist vermutlich bajuwarischen Ursprungs. Die früheste erhalten gebliebene Urkunde, in der er dokumentiert ist, stammt aus dem Jahr 1116. Dort wird ein Ruodolfus de Veldolvingen als Ministeriale des Grafen Berthold von Andechs erwähnt. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts gehörten Ort und Insel den Wittelsbacher Herzögen. Sie überließen die Insel in Leibgeding Feldafinger Fischern, den Krebsen, und gaben Land und Insel als Lehen an Ritter und Edelleute.
1401 wurde in Feldafing die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul geweiht, die wahrscheinlich an der Stelle stand, an der sich heute die (alte) katholische Kirche befindet. St. Peter und Paul hat ihre jetzige Gestalt Ende des 19. Jahrhunderts erhalten.
Als die bayerischen Herzöge im 16. Jahrhundert Lehnsrechte von Hofmarken an reiche Münchner Adelsleute vergaben, wurde das Dorf Feldafing, das zwischen zwei Hofgütern lag, geteilt. Jacob Rosenbusch, Kanzler von Herzog Wilhelm (dem Standhaften), erhielt das Gut Possenhofen und die Insel. Kaspar Weiler, der Erbe vom Hofgut Garatshausen, bekam von Herzog Albrecht (dem Großmütigen) die Hofmarksgerechtigkeit und das Patrimonialgericht mit Notariat über Garatshausen, Feldafing, Wieling und Traubing sowie das Patronat über die Pfarrkirche von Feldafing. Bis 1699, fast 250 Jahre lang, bestimmte vor allem das Geschlecht der Weiler die Geschicke Feldafings. Viele von ihnen wurden in der Feldafinger Pfarrkirche beigesetzt, die Grabplatten sind erhalten geblieben. An die Stelle der Weiler traten ab 1760 die Grafen von La Rosée, die zusätzlich die Hofmark Possenhofen und die Insel erwarben. Sie besaßen damit das größte geschlossene Ufergebiet am Würmsee. 1834 verkauften deren Erben den gesamten Besitz an Herzog Maximilian in Bayern, König Ludwig I. erhielt die Insel Wörth.
König Maximilian II., der das Feldafinger Gebiet seit seiner Jugend kannte, erwarb am 8. Oktober 1850 die Insel Wörth und das ihr gegenüber liegende Hanggelände, wo er eine Schule für künftige Staatsbeamte plante. Jedoch wurde 1863 ein Sommerschloss begonnen. 1864 starb König Max II. und der Bau wurde von seinem Sohn Ludwig II. eingestellt. Auf der Insel entstand eine Villa im pompejanischen Stil (Architekt: Franz Jakob Kreuter). Die Kirchenruine wurde zu Gärtnerhaus/Orangerie umgebaut. Mit der Planung der gärtnerischen Anlagen der Insel und des Schlossparks wurde Peter Joseph Lenné beauftragt. Die Insel erhielt ihr berühmt gewordenes Rosenrondell und ihren neuen Namen: „Roseninsel“.
Ludwig II. liebte die Roseninsel und besuchte sie häufig. Hier traf er sich mit seiner Cousine, der Kaiserin Elisabeth von Österreich, die 21 Sommerurlaube im Feldafinger Gasthof Strauch (später Hotel Kaiserin Elisabeth) verbrachte. Unter seiner Regentschaft fanden auf der Insel auch Staatsempfänge, Musikabende und Feuerwerke statt.
Die neuere Geschichte Feldafings beginnt mit dem Bau der Eisenbahnlinie, Feldafings Bahnhof wurde mit den bereits angelieferten Ziegelsteinen für das Schloss gebaut und 1864 eingeweiht. Das ehemalige Fischer- und Bauerndorf entwickelte sich nun zum Fremdenort. Um die Jahrhundertwende entstand im Süden an den Osthängen des Höhenbergs das Villenviertel. Die Heilmann’sche Immobiliengesellschaft, München, hatte das Gelände von den Wittelsbachern gekauft und erschließen lassen. Auch im Westen dehnte sich der Ortsteil Feldafing stark aus. 1890 gab es im Dorf Feldafing ca. 70 Häuser, 1933 waren es mehr als 170. Zwischen 1890 und 1933 wuchs die Einwohnerzahl der Gesamtgemeinde um mehr als das Doppelte auf 1.185 Personen. Ein erneuter Boom setzte nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zustrom von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen ein. Heute hat die Gemeinde Feldafing ca. 4800 Einwohner.
Große Einschnitte in der Geschichte Feldafings im 20. Jahrhundert bildeten 1934 die Gründung der „Nationalsozialistischen Deutschen Oberschule Starnberger See“ durch die SA (seit 1939 „Reichsschule der NSDAP“) und 1945 die Errichtung des DP-Lagers für (vorwiegend jüdische) Opfer des NS-Regimes und Heimatlose. Das Gelände der Reichsschule bzw. des DP-Lagers, einschließlich der erhalten gebliebenen Gebäude, ging 1956 in den Besitz der Bundeswehr über. Hier entstand die Fernmeldeschule und Fachschule des Heeres für Elektrotechnik – mit einer Besonderheit, die ihresgleichen sucht: dem seit 1999 bestehenden Thomas-Mann-Museum im „Villino“, dem Haus, in dem der Schriftsteller in den Jahren 1919 bis 1923 vor allem an seinem Roman „Der Zauberberg“ gearbeitet hatte.
Im Lenné-Park wurde 1926 eine 9-Loch-Golfanlage gegründet, sie war eine der ersten Golfplätze in Deutschland. Andere Freizeit- und Sportmöglichkeiten (Strandbad, Tennisplätze, Klaus-Buchheim-Stadion, neue Turnhalle und Sportplatz, eine moderne Bücherei) kommen hinzu. Seit Jahrzehnten ist Feldafing ein beliebtes Naherholungsgebiet. Park und Roseninsel wurden von der Bayerischen Verwaltung des staatlichen Schlösser, Gärten und Seen nach historischen Plänen seit 1994 wiederhergestellt. Die Insel feierte im Jahr 2003 ihren 150. Geburtstag. Der Park wurde am 26. April 2004 150 Jahre. Anlässlich der Feierlichkeit wurde dem preußischen Generalhofgartendirektor Peter Joseph Lenné ein Denkmal gesetzt. Dank der Initiative des Parkleiters, dem Förderkreis Roseninsel und zahlreicher Sponsoren kann im nördlichen Teil des Parks, mit Blick zur Roseninsel die Büste bewundert werden. Im Sommer ist auf der Roseninsel mit Serenaden und Konzerten auch die musikalische Tradition der Königszeit wiederbelebt worden.
Das kulturelle Angebot der Gemeinde wird zudem bereichert durch Veranstaltungen in der Villa Waldberta (unter der Obhut des Kulturreferats der Stadt München).
Ausführlicher über die Geschichte Feldafings informiert die Festschrift 150 Jahre Lenné-Park Feldafing herausgegeben vom Friedl-Brehm-Verlag Feldafing, Festschrift zum 1250jährigen Jubiläum von Garatshausen (1992) sowie die Bildbände „Feldafing Ortsmitte“ (1995) und „Feldafing – Straßen und Bachläufe“ (1999). Letztere wurden vom „Arbeitskreis Feldafinger Chronik“ erarbeitet. Sämtliche Literatur kann bei der Gemeinde Feldafing erworben werden. Über Aktuelles informiert der „Gemeinde-Bote Feldafing“, sowie unsere Internetseite www.feldafing.de.
Im September 2004 Gemeinde Feldafing
abgelegt unter SVZ Gemeinde Geschichtliches 24.09.2004 N.
 
   

Altenheim  
    Kreisaltenheim


Tel: 0 81 58/9 33-0
   
Bahnhof  
   

Bahnhofstr. 70
Tel:
   
Bundeswehr  
    Standortvermittlung


Tel: 2 73-0
   
Bücherei  
   

Schluchtweg 9b
Tel: 73 95
   
Deutsche Post AG  
    Postagentur

Bahnhofstr. 58
Tel: 13 23
   
Feuerwehr  
    Notruf


Tel: 1 12
   
Feuerwehr  
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Tel: 20 55
   
InWent  
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Wielinger Str. 52
Tel: 93 80
   
Kindergarten  
    Gemeindekindergarten

Dr.-Appelhans-Weg 1
Tel: 23 54
   
Kinderhort  
   

Höhenbergstr. 13
Tel: 99 84 88
   
Kirchen  
    Evang. Johanniskirche

Höhenbergstr. 10
Tel: 75 77
   
Kirchen  
    Jesus-Messias-Gemeinde

Im Harl 10
Tel: 24 85
   
Kirchen  
    Kath. Pfarreiengemeinschaft St. Pius Pöcking, Hl. Kreuz Feldafing, Mariä Geburt Traubing

Kirchenweg 4, Pöcking
Tel: 0 81 57/12 58
   
Klinik Feldafing  
   

Dr.-Appelhans-Weg 6
Tel: 28-0
   
Polizei  
    Notruf


Tel: 1 10
   
Polizei  
    Polizeiinspektion Starnberg


Tel: 0 81 51/3 64-0
   
Schulen  
    Grundschule

Höhenbergstr. 11-13
Tel: 70 39
   
Siemens AG  
    Internationales Führungszentrum

Siemensstr. 20
Tel: 39-0
   
Strandbad Feldafing  
   

Königinstraße 4
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Wasserwacht Feldafing  
    Seelaich


Tel: 20 90
   
Wasserwerk Feldafing  
    nach Dienstschluß


Tel: 80 95
   
Wertstoffhof  
   

Eugen-Friedl-Str. 1
Tel: 92 99 65
   

  Feldafing  
 

 
 
 
Anschrift der Gemeindeverwaltung:
 
  Possenhofener Straße 5  
  Telefon: 0 81 57/93 11-0  
  Telefax: 0 81 57/10 52  
  Email:  
  Webseite:http://www.feldafing.de  
  Parteiverkehr:  
  Montag bis Freitag von 8-12 Uhr und Donnerstag von 15.30-17.30 Uhr  
   

  Foto  
 
 
   

  Vereine  
  M.A.C. Promotion
Altschützen e.V.
Böllerschützen
Bund Naturschutz
Evang. Kirchenchor
Feldafinger Seglerverein e.V.
Forum Feldafing e.V.
Förderkreis Roseninsel Stbg. See e.V.
Frauen für Feldafing e.V.
Freiwillige Feuerwehr
Freunde des Buchheim-Museums e.V.
Freunde von Toálmás
Gewerbeverband Feldafing
Golfclub Feldafing
Initiative zur Erhaltung des Kalvarienbergs
Jazz am See
Junge Menschen Feldafing e.V.
Kath. Kirchenchor
Kinderwerkstatt e.V.
Kolping Feldafing
Kolpingjugend Feldafing
Krankenunterstützungsverein
Kunst- u. Museumsverein
Nachbarschaftshilfe "Jeder für Jeden" e.V.
Ökumenischer Frauenkreis
Soldaten- u. Kameradschaftsverein
Tennisclub Würmsee
Theatergruppe Feldafing
TSV Feldafing – Abt. Tennis –
Turn- u. Sportverein Feldafing 1991 e.V.
VdK Ortsverband Feldafing e.V.
Verschönerungsverein
Wasserwacht Ortsgruppe Feldafing
 
   

 
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