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Die Geschichte von Anzing |
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Die politische Gemeinde Anzing (516 m über NN) findet in einer insgesamt ebenen Landschaft (höchster Punkt ist der Turmhügel südlich von Kaisersberg mit 561 m) östlich einer südnördlich verlaufenden Altmoräne aus dem Pleistozän (Riß-Kaltzeit/ca. 120 000 - 130 000 Jahre v.h.) ihre reizvolle Lage am Nordwestrand des ausgedehnten Ebersberger Forstes. Frühen Siedlungshinweis bietet u.a. ein Armring aus Bronze, ca. 750 m nordöstlich der Anzinger Kirche als "verschleppter Einzelfund" aus der Bronze-/Urnenfelderzeit. Bemerkenswert ist im Ort Anzing selbst eine Gruppe von Reihengräbern mit ihren Grabbeigaben aus der Merowingerzeit (481-751) östlich der Oberfeldstraße. Bedeutendster Bodenfund aber ist die westöstlich durch das Gemeindegebiet verlaufende Römerstraße (zwischen Froschkern und Anzing 1934/1978 an zwei Stellen grabungstechnisch nachgewiesen).
Die erste urkundliche Erwähnung Anzings geschieht für den 23. April 812 in einer Schenkungsurkunde des Diakons Suuidhart aus Anzing, der sein mütterliches Erbgut dem Freisinger Bischof Hitto zum Nutzen der dortigen Marienkirche übergibt (Text im Heimatbuch).
Erste Namen im Edelsitz Anzing tauchen auf: um 1123 ein Reginpoto, 1152 ein Engilmar von Anzing. Propst Ulrich II. von Polling (1279-1313) war ein Anzinger. Vom 14. bis zum 16. Jahrhundert bestimmten die Sunderndorfer die Geschicke des Edelsitzes. Der Ort hatte im Landshuter Erbfolgekrieg (1503/05) schwer zu leiden. Apian spricht 1582 von einem Hügel, auf dem die Spuren einer Burg vorhanden seien, einer Reichsburg der Stauferzeit. Bekanntester Vertreter der Sunderndorfer ist der Freisinger Generalvikar Dr. Steffan Sunderndorfer (gest. 1528/Freising). Erwähnung verdient der Grabstein des Vaters Hans Sunderndorfer in der Anzinger Pfarrkirche (Südeingang rechts), der als gute Steinmetzarbeit (stark verwittert) in Rotmarmor aus der 2. Hälfte des 15. Jhdts. gilt.
1585 kam der Sitz Anzing durch Heirat einer Sarah von Sunderndorf an die Herren von Armansperg. Hans Wilhelm von A. verkaufte 1633 Anzinger Güter an den Münchner Kaufmann und Ratsherrn Leonhard Höger, Johann Franz von A. veräußerte 1652 schließlich das Anzinger Schloß und die Herrschaft an denselben. Nach dem Tode Christoph Högers (1800) verkaufte die überlebende Schwester 1802 den Rest der Güter; das Schloß war schon 1760 "ruinös", unbewohnbar. Der Nürnberger Kupferstecher Michael Wening hat das Anzinger Schloß in zwei Ansichten (M 182/M 183) verewigt.
Bekanntestes Bauwerk Anzings ist die nach der Niederlegung einer älteren Marienkirche (1676) in den Jahren 1677-1681 von dem Schlierseer Maurermeister Jörg Zwerger erbaute stattliche Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Maria Geburt (Kirchenführer!). Dieses Gotteshaus ist in seiner baulichen Gestalt und in seiner "nahezu einheitlich erhaltenen Ausstattung aus der Erbauungszeit ein gutes Zeugnis der Landkirchen aus der Aufbauzeit nach dem Dreißigjährigen Krieg". Sie birgt auf ihrem Hochaltar ein altes, hochverehrtes Gnadenbild einer stehenden Mutter Gottes mit Kind aus dem späten Mittelalter.
Nicht unerwähnt bleiben darf auch die als Rest der alten Schloßanlage neu restaurierte Schloßkapelle der Höger, die Höger- oder HI.-Kreuz-Kapelle an der Högerstraße, nahe der Straßenkreuzung. Sie wurde 1692 von Anton Benno Höger erbaut und 1699 durch Fürstbischof J.F. Eckher (1695-1727) eingeweiht. Der Gasthof "Alte Post" schräg gegenüber erinnert an einen bayerischen Patrioten, den Posthalter Franz Kaspar Hirner, der einer der führenden Köpfe der Erhebung im Oberland zu Zeiten des Spanischen Erbfolgekrieges war (schreckliches Ende in der Sendlinger Mordweihnacht 1705). Hirner hat in der Ballade "Der Posthalter von Anzing" des Münchener Mineralogie-Professors Franz Ritter von Kobell ein literarisches Denkmal gefunden. Im nördlichen Dorfteil (nahe der Auffahrt A 94) steht das sogenannte Benefiziatenhaus mit einem Denkmal des HI. Veit davor; es erinnert u.a. an die hier bis 1791 stehende Kirche St. Veit.
Zur Gemeinde Anzing gehören rundum auch 18 Ortsteile, Weiler, Einöden. Erwähnt sei z.B. Lindach (im Norden), das bereits im 12. Jahrhundert in den Traditionen des Klosters Schäftlarn mit einem Ortsadel "de Linthahe" auftaucht. Asbach (Ober-/Unterasbach) erscheint um das Jahr 1050 in einer Schenkung an das Kloster Ebersberg. 1269/71 wird ein Förster in Obelfing bezeugt. Der Hof von Kaisersberg wird 1378 anläßlich einer Jahrtagsstiftung der Sunderndorfer an die Kirche Anzing erwähnt. Eine Burg hatte hier lange Zeit die Wacht über die durch den nahen Ebersberger Forst nach München ziehenden Scheibenwege (so genannt nach der Form der dort transportierten Salzscheiben). Froschkern, Ranharting und Garkofen (alle drei westlich gelegen) lieferten laut urkundlichem Zeugnis ihren Zehnt an das Stift St. Veit in Freising. Die nordwestlich gelegene ehemalige Hofmark Mauerstetten hat Wening in ihrem ursprünglichen Baubestand der Nachwelt in einem Stich (M 189) hinterlassen.
Im Jahre 1840 hatte die Gemeinde 839 Einwohner, heute zählt sie ca. 3 500 Personen. Der Ort ist vom reinen Bauerndorf zu einem heute auch durch tüchtige Handwerker und rührige Gewerbetreibende bestimmten großen Dorf geworden, in dem auch zahlreiche Pendler in die nahe Münchener Wirtschaftsregion eine neue, liebenswerte Heimat gefunden haben. Viele Vereine geben dem gesellschaftlichen Leben seine Lebendigkeit und seinen Rückhalt. Die Kinder können eine am 1. Oktober 1631 durch Schreiben des Kurfürsten Maximilian I. (1598-1651) an den Pfarrer Bernhard Vogl gegründete Volksschule (als Grundschule) besuchen.
Die Verkehrsanbindung geschieht durch die Einrichtungen des MVV sowie die nördlich vorbeiziehende A 94 (München-Passau).
Der Freizeit-Gestaltung und Erholung dienen ein modernes Sportzentrum sowie zahlreiche Wandermöglichkeiten (u.a. im nahen Forst).
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Feuerwehr
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Freiwillige Feuerwehr Notruf
Tel: 112
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Kindergärten und -heime
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Evang. Kindergarten "Arche Noah", Anzing
Am Sportzentrum 14 Tel: 4 03 98
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Kindergärten und -heime
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Kath. Kindergarten St Michael
Schulstr. 4 Tel: 38 96
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Kindergärten und -heime
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AWO-Kinderhaus (mit Krippe und Hort)
Zugspitzring 2 Tel: 22 16 58
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Kirchen
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Evang. Pfarramt Markt Schwaben
Martin-Luther-Str. 22 Tel: 4 00 40
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Kirchen
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Kath. Pfarramt Anzing
Erdinger Str. 3 Tel: 93 37 40
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Kirchen
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Kath. Pfarrheim
Erdinger Str. 1 Tel: 6 12 21
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Polizei
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Polizeiinspektion Poing
Markomannenstr. 24 Tel: 99 17-0
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Postagentur Anzing
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Caroline Kirimtay
Jahnstr. 6a Tel: 25 34 50
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Schulen
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Grundschule
Gartenstr. 2 Tel: 30 59
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Zweckverband Wasserversorgung
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Obelfing
Schwaigerstr. 34 Tel: 4 61 88
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Zweckverband Wasserversorgung
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Notruf
Tel: 4 68 90
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